Donnerstag, 9. Oktober 2008

7 Dinge / Folge 7

Fast jeder Schüler am KEG kennt diese Situation schon:
Man hat eine Freistunde, sitzt oder läuft irgendwo im Schulhaus herum, denkt sich nichts böses, und plötzlich kommt unser Schulleiter, ein Freund von großen Reden, um die Ecke und fängt ein Gespräch an. Eigentlich ist Herr Fritsch schon sympatisch. Man kann sagen, dass er sich sehr um das Wohl seiner Schüler sorgt. Er redet viel mit seinen Schülern und erhält so einen Überblick über die Situation an seiner Schule.
Doch er unterhält sich auch generell gerne über Dinge, die nichts mit seinem Beruf zu tun haben. Und dabei kann er sehr ausdauernd sein. Manchmal geht einem das auch mal auf die Nerven.
Deshalb sollen hier einmal "7 Möglichkeiten, wie man in einer Freistunde einem Gespräch mit Herrn Fritsch aus dem Weg gehen kann" aufgelistet werden um euch zu helfen, falls ihr mal auf bayerisch g´sagt "kaan bock" habt auf eine Unterhaltung:
  1. Seid geschickt bei der Auswahl des Aufenthaltsortes
    Haltet euch am besten im Dachgeschoss auf und vermeidet Abstecher ins Erdgeschoss und auch ins Untergeschoss (Pausenstand!), dort ist die Gefahr am größten, dem Schulleiter höchstpersönlich zu begegnen. Wenn ihr könnt, verlasst das Schulhaus am besten ganz.
  2. Meidet bestimmte Schüler
    Haltet euch am besten nicht bei folgenden Personen auf:
    • Antonia S.
    • Björn G.
    • Johanna L.
    • Florian K.
    • Herr Fritsch kennt diese Schüler schon beim Namen und spricht sie mit einer noch wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit an als einen Durchschnittsschüler.
  3. Redet Französisch
    Wenn unser Oberhaupt der Schule auch einigermaßen Englisch, und sogar ein paar Brocken Latein kann, der französischen Sprache scheint er nicht mächtig zu sein. Also redet irgendetwas auf Französisch, dann kann er nicht mitreden und meint, ihr wärt französische Austauschschüler. Wenn er auf einmal doch anfängt Französisch zu reden, tut so als würdet ihr sein Bayrisch-Französisch nicht verstehen (Pardon ???).
    Kleine Hilfe für alle die nicht Französisch können: Lernt diesen Text auswendig, er sollte reichen um solange reden zu können, bis man hinter der nächsten Ecke in Sicherheit ist:

    Les matières fécales (également appelées fæces, fèces, selles, ou excréments) sont le résidu de la digestion, transitant des intestins (duodénum, intestin grêle et côlon) jusqu'au rectum, pour être expulsée par l'anus lors de la défécation accompagnée souvent de gaz.

    C'est une exonération (ou excrétion) de consistance molle (semi liquide). Chez le nouveau-né on l'appelle méconium.


    Dies ist ein Text ist aus der französischen Wikipedia zu irgendeinem Thema das ich per Zufall ausgewählt habe.
  4. Vermeidet bestimmte Gesprächsthemen
    Wenn ihr über Dinge redet, die mit Bayern, mit der Schule, mit Sport oder mit der deutschen Geschichte etwas zu tun haben, dann provoziert ihr praktisch eine Einmischungs von Fritschens Seite.
  5. Flüchtet ins Sekretariat
    Wenn ihr euch im Erdgeschoss befindet und die Situation brenzlig ist, dann flüchtet ins Sekretariat. Dort behauptet ihr dann ihr wolltet Kreide holen. Fummelt so lange in der Kreideschachtel rum, bis ihr glaubt, dass die Gefahr vorüber ist. Falls er ins Sekretariat kommt, habt ihr eure Kreide gefunden und könnt wieder eilig in den Unterricht zurückkehren für den ihr die Kreide holen solltet.
    Falls ihr euch verzettelt habt und er immer noch draußen ist wenn ihr die Kreide geholt habt, geht wieder ins Sekretariat zurück unter einem anderen Vorwand. Lasst euch z.B. eine Schulbescheinigung ausstellen.
  6. Bindet andere Personen ein
    • Falls ein Lehrer in der Nähe ist: Fangt mit diesem ein Gespräch an. Fragt ihn zum Beispiel nach seinen Sprechstundenzeiten oder so etwas. Wenn ihr diesen Lehrer sowieso im Unterricht habt, sollte es euch leichter fallen ein Gesprächsthema zu erfinden (Schulaufgabentermine ?, Was sollten wir lernen ?...)
    • Falls ein Schüler vom anderen Geschlecht in der Nähe ist: Umarmt ihn/sie oder küsst ihn/sie sogar. Niemand ist so skrupellos und stört ein Liebespärchen.
  7. Tarnt euch als Handwerker/Putzfrau
    Nehmt euch vorsichtshalber in jeder Pause einen Zollstock und einen Stift oder einen Putzlappen mit. Wenn Herr Fritsch kommt, dann klappt den Zollstock aus und haltet ihn irgendwo an die Wand. Den Bleisift könnt ihr euch hinters Ohr stecken. Schaut konzentriert auf den Zollstock und murmelt irgendwelche Kommazahlen vor euch hin. Wenn ihr einen Lappen habt: Fangt an irgendein Fenster oder ein Möbelstück zu putzen und schimpft dabei darüber, wie schlecht der Job als Putzfrau ist.
    Achtung!: Passt auf, dass ihr nicht zu vornehm gekleidet seid. Sonst fliegt die Tarnung nämlich sehr schnell auf.

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Zuletzt aktualisiert: 8. Dez, 17:28

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